Begriff
Dreißigjähriger Krieg
Europäischer Krieg von 1618 bis 1648, hauptsächlich auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches. Begann als Konfessionskonflikt in Böhmen, wurde zum Hegemonialkampf um die Vormacht in Europa. Etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung kam ums Leben.
Wortherkunft
Schlichte Bezeichnung nach der Dauer. Zeitgenossen sprachen zunächst von verschiedenen Einzelkriegen; "Dreißigjähriger Krieg" setzte sich erst nach 1648 durch.
Mehr dazu
Vier Phasen prägten den Krieg: der böhmisch-pfälzische Aufstand (1618-1623), der dänische Krieg (1625-1629), der schwedische Krieg unter Gustav Adolf (1630-1635) und der schwedisch-französische Krieg (1635-1648). Söldnerheere unter Wallenstein, Tilly und Gustav Adolf zogen durchs Land, ernährten sich von Plünderung. Magdeburg wurde 1631 zur Hälfte ausgelöscht, ganze Landstriche entvölkert. Die Pest folgte den Heeren. Erst Verhandlungen in Münster und Osnabrück führten 1648 zum Westfälischen Frieden. Der Krieg machte das Reich endgültig zu einem lockeren Verband souveräner Territorien.
Verwandte Begriffe
- Vorgänger
- Nachfolger