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Begriff

Westfälischer Friede

auch: Friede von Münster und Osnabrück

Friedensvertrag vom 24. Oktober 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. In Münster verhandelten die Katholiken mit Frankreich, in Osnabrück die Protestanten mit Schweden. Die Schweiz und die Niederlande wurden formell unabhängig, Calvinisten reichsrechtlich anerkannt.

Wortherkunft

Nach Westfalen, der Landschaft, in der Münster und Osnabrück liegen. Beide Städte galten als neutral genug für die Verhandlungen.

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Der Friede ordnete Europa neu. Frankreich erhielt das Elsass, Schweden Vorpommern und Bremen-Verden. Im Reich wurde der Augsburger Religionsfriede erneuert und auf Calvinisten ausgedehnt. Die Reichsstände bekamen das Recht auf eigene Bündnisse — solange sie sich nicht gegen Kaiser und Reich richteten. Das war keine Souveränität im modernen Sinn, kam ihr aber nah. Religionsfragen wurden auf den Stand von 1624 eingefroren, künftige Glaubenskonflikte sollten politisch verhandelt werden. Der Westfälische Friede gilt als Geburtsstunde des modernen Staatensystems mit gleichberechtigten Souveränen.

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