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Begriff

Kreuzzug

Vom Papst ausgerufener bewaffneter Pilgerzug, ursprünglich (ab 1095) zur Rückeroberung Jerusalems. Im Spätmittelalter erweitert auf Heidenmissionen (Baltikum), Ketzerbekämpfung (Albigenser) und politische Kriege im Papst-Interesse. Der Begriff ist religiös aufgeladen — moderne Historiografie spricht meist neutraler von „Kreuzzügen” im Plural.

Wortherkunft

Zusammensetzung aus „Kreuz” (das aufgenähte Stoff-Kreuz auf dem Gewand der Teilnehmer war das Erkennungszeichen) und „Zug” (Heereszug). Frühneuhochdeutsche Lehnübersetzung aus lateinisch expeditio crucis.

Mehr dazu

Sieben „nummerierte” Hauptkreuzzüge ins Heilige Land (1095-1291), plus zahlreiche Neben- und Spätkreuzzüge. Der Erste Kreuzzug eroberte Jerusalem 1099 und gründete die Kreuzfahrerstaaten; der Vierte plünderte 1204 Konstantinopel statt Muslime zu bekämpfen. 1291 (Fall Akkons) endete die Kreuzfahrer-Präsenz im Heiligen Land. Im protestantischen 19. Jahrhundert wurde der Begriff metaphorisch politisch („Kreuzzug gegen den Alkohol”).

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