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Begriff

Konfessionalisierung

Prozess im 16. und 17. Jahrhundert, in dem sich katholische, lutherische und reformierte Gebiete durch Bekenntnis, Schulwesen, Kirchenzucht und Staatsverwaltung scharf voneinander abgrenzten. Konfession wurde zur Identität ganzer Territorien.

Wortherkunft

Modernes Fachwort der Geschichtswissenschaft, gebildet aus "Konfession" mit dem Suffix "-isierung" für Prozesse.

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Der Begriff stammt aus der historischen Forschung der 1970er Jahre (Heinz Schilling, Wolfgang Reinhard). Er beschreibt, wie Fürsten und Kirchen Hand in Hand gingen: Visitationen prüften Pfarrer und Schulmeister, Eheordnungen regelten Privatleben, Katechismen prägten Kinder von klein auf. Das Ergebnis waren "konfessionelle Kulturen", die ganze Lebensbereiche durchdrangen — vom Vornamen bis zum Trinkverhalten. Erst im 18. Jahrhundert lockerte sich der Zugriff.

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