Begriff
Bischof
Höchster geistlicher Amtsträger einer Diözese in der katholischen, orthodoxen und einigen evangelischen Kirchen. Im Mittelalter zugleich weltlicher Fürst seines Bistums (Fürstbischof) — geistliche und politische Macht waren bis zur Säkularisation 1803 untrennbar verbunden.
Wortherkunft
- Bischofnhd.
- bischofmhd.
- biscofahd.
- episcopuslat.
- ἐπίσκοποςgr.— epískopos, Aufseher
Über das Lateinische aus griechisch epískopos „Aufseher” — wörtlich „der von oben Schauende”.
Mehr dazu
Die mittelalterlichen Reichsbistümer (Mainz, Köln, Trier, Würzburg, Salzburg …) waren eigenständige Territorien mit Heer, Gericht und Münzrecht. Der Investiturstreit (1075-1122) entzündete sich genau an dieser Doppelrolle: durfte der weltliche Herrscher den Bischof einsetzen, oder allein der Papst? Erst der Reichsdeputationshauptschluss 1803 enteignete die geistlichen Territorien und reduzierte den Bischof auf seine kirchliche Funktion.