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Begriff

Hellenismus

Epoche vom Tod Alexanders des Großen 323 v. Chr. bis zur römischen Eroberung Ägyptens 30 v. Chr. Griechische Sprache, Kunst und Lebensart breiteten sich vom Mittelmeer bis nach Indien aus und vermischten sich mit lokalen Kulturen.

Wortherkunft

  1. Hellasgr.

Vom griechischen „Hellas" (Griechenland) und „hellenízein" (auf griechische Art leben). Der Begriff in seiner heutigen Bedeutung wurde im 19. Jahrhundert vom Historiker Droysen geprägt.

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Alexander hatte ein Reich von Griechenland bis zum Indus zusammengeführt. Nach seinem Tod zerfiel es in Königreiche seiner Generäle — Ptolemäer in Ägypten, Seleukiden in Asien, Antigoniden in Makedonien. Trotz politischer Trennung blieb die Kultur verbunden: Griechisch wurde Verkehrssprache, Städte wie Alexandria oder Pergamon wurden Zentren der Wissenschaft. Bibliotheken, Mathematik (Euklid, Archimedes), Astronomie und Medizin blühten. Religion wurde synkretistisch — griechische, ägyptische und orientalische Götter verschmolzen. Erst die Römer zerlegten diese Welt politisch, übernahmen aber den Großteil ihrer Kultur.