Begriff
Demokratie
„Volksherrschaft": politische Ordnung, in der die Bürger selbst über die Geschicke der Gemeinschaft entscheiden. Erfunden im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. — allerdings ohne Frauen, Sklaven und Zugezogene. Der moderne Begriff ist breiter und meint repräsentative Systeme.
Wortherkunft
- dêmosgr.
- krátosgr.
Aus dem Griechischen „dêmos" (Volk) und „krátos" (Macht, Herrschaft) — wörtlich „Volksmacht".
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Die athenische Demokratie war direkter als jede heutige: jeder männliche Bürger konnte in der Volksversammlung (Ekklesia) sprechen und abstimmen. Ämter wurden teils durch Los, teils durch Wahl besetzt. Der Reformer Kleisthenes legte um 508 v. Chr. die Grundlagen, Perikles brachte das System im 5. Jahrhundert auf seinen Höhepunkt. Geschätzte 30.000-40.000 Vollbürger, von vielleicht 250.000 Einwohnern. Frauen, Sklaven und Metöken (Zugezogene) waren ausgeschlossen. Die antike Demokratie galt lange als chaotisch und schlecht — erst die Aufklärung machte sie zum Ideal.
Verwandte Begriffe
- Gegenbegriff