Begriff
Buchdruck
Vervielfältigung von Texten mit beweglichen Metalllettern, um 1450 von Johannes Gutenberg in Mainz entwickelt. Innerhalb von 50 Jahren erschienen Millionen Exemplare in Europa. Der Buchdruck machte Reformation, Wissenschaft und Volksbildung erst möglich.
Wortherkunft
Deutsche Bildung aus "Buch" und "Druck". Im Englischen "printing", französisch "imprimerie".
Mehr dazu
Gutenberg kombinierte drei Erfindungen: gegossene Einzellettern, ölbasierte Druckerschwärze und eine Spindelpresse nach dem Vorbild der Weinpressen. Seine 42-zeilige Bibel von 1454 zeigte, dass gedruckte Bücher Handschriften ebenbürtig sein konnten. Die Drucker zogen mit Pressen durch Europa und gründeten Werkstätten in Venedig, Paris, Köln, Nürnberg. Luthers Flugschriften erreichten innerhalb von Wochen Hunderttausende — ohne Buchdruck wäre die Reformation eine lokale Theologenaffäre geblieben.
Verwandte Begriffe
- Oberbegriff